Kategorien
stark sein

Menschvadder, ein Zuhause ist mehr als nur ein Dach über dem Kopf…

Als Vater beschäftigt mich immer wieder ein Gedanke: Wir investieren viel Zeit und Energie darin, die körperlichen Bedürfnisse unserer Kinder zu erfüllen. Sie sollen genug zu essen haben, gesund sein, ein warmes Bett und Kleidung haben. Dafür können wir in unseren Breitengraden dankbar sein – Hunger oder existenzielle Not gehören für die meisten von uns glücklicherweise nicht zum Alltag.

Mindestens genauso wichtig erscheint mir aber etwas anderes: Kindern ein echtes Zuhause zu geben. Einen Ort, an dem sie sich sicher, angenommen und geborgen fühlen.

Das ist oft leichter gesagt als getan. Im Familienalltag gibt es unzählige Situationen, die an den Nerven zehren. Dinge funktionieren nicht, obwohl sie schon hundertmal erklärt wurden. Regeln werden vergessen, Aufgaben bleiben liegen und dieselben Konflikte tauchen immer wieder auf. Natürlich frustriert das.

Trotzdem versuche ich mir immer wieder bewusst zu machen: Kinder geben in jedem Moment ihr Bestes – mit den Fähigkeiten, die sie gerade haben. Sie lernen erst, mit der Welt umzugehen. Entwicklung verläuft selten geradlinig und fast nie ohne Rückschläge.

Vielleicht besteht eine der größten Herausforderungen als Eltern genau darin, nicht jede einzelne Situation überzubewerten. Nicht jeder Konflikt muss gewonnen werden. Nicht jedes Scheitern braucht sofort eine Konsequenz. Manchmal ist es wichtiger, das Gefühl von Geborgenheit zu bewahren, als auf seinem Standpunkt zu bestehen.

Ein Zuhause bedeutet für mich nicht, dass immer alles perfekt läuft. Es bedeutet, dass man sich auch dann angenommen fühlt, wenn etwas zum hundertsten Mal schiefgeht. Gerade in diesen Momenten entsteht Vertrauen – und vielleicht ist genau das die Grundlage, auf der Kinder wachsen können.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert