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Männer gestalten die Lebensmitte

Ein Podcast von Joachim Zdzieblo. Dieser Podcast behandelt viele verschiedene Themen, die Männer in der Lebensmitte so beschäftigen. Viele gute und brauchbare Impulse.

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allgemeines

Menschvadder, und es gelingt doch…

Zu behaupten, unser Familienalltag laufe von allein, ohne Mühen und Stolpersteine – das wäre eine glatte Lüge.

Heute gibt es Pizza, zur Feier des Halbjahreszeugnisses. Ein kleines Highlight, ein Versuch, den Druck des Alltags für einen Moment aufzulösen. Manchmal gelingt es, die Stimmung mit so einem kleinen „Zuckerle“ in eine bessere Richtung zu lenken. Heute funktioniert das nur bedingt. Die Kinder wirken erschöpft – und mir geht es nicht anders.

Es ist einer dieser Tage, an denen vieles zusammenkommt. Ich merke, wie meine Kräfte an ihre Grenzen stoßen. Dabei steht es objektiv gar nicht schlecht um unser Familienleben. Wir reden miteinander, wir sind nah dran an den Kindern, wir bleiben im Austausch. Natürlich ist es anstrengend, eine Situation nach der anderen zu bewältigen – Schule, Krankheiten, Betreuung, Partnerschaft, Verantwortung für uns selbst und füreinander. Aber im Ganzen betrachtet läuft es. Und das ist letztlich entscheidend.

Es gibt sie immer: die Höhen und Tiefen. Sie hinterlassen Spuren, machen müde, gehören aber dazu. Solange keine existenziellen Probleme im Raum stehen, ist fast alles lösbar. Mal bin ich geduldig, mal streng, mal voller Energie, mal einfach nur genervt. All das sind die Farben unseres Alltags – und sie haben ihre Berechtigung. Denn am nächsten Morgen geht es weiter. Irgendwie geht es immer weiter. Emotionen lassen sich nicht vollständig steuern, das eigene Verhalten schon.

Am Wochenende wollen wir wegfahren. Der Große bleibt diesmal bei der Oma, und wir fahren zu dritt an den See. Eine kleine Auszeit, ein Moment zum Durchatmen und Auftanken. Noch zwei Wochen gilt es durchzuhalten bis zu den Ferien – und dieser Zwischenstopp fühlt sich an wie ein rettender Anker auf dem Weg dorthin.

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infos und anlaufstellen

Menschvadder, tausche dich mit Anderen aus…

Eine gute Anlaufstelle für Familien mit kleinen Kindern sind meiner Erfahrung nach lokale Familienkurse, wie sie von verschiedenen Institutionen wie etwa Volkshochschulen und Wohlfahrtsverbänden wie etwa der Caritas angeboten werden. Regelmäßige Treffen mit anderen Eltern hilft enorm beim Austausch von Erfahrungen, gerade zu Beginn der Elternschaft. Erkundige dich vor Ort, es lohnt sich. Denn ein regelmäßiger Austausch schafft bei dir Sicherheit und ein gewisses Gefühl dafür, was deine Kinder brauchen. Ohnehin werden wir Eltern zu Beginn der Elternschaft ins kalte Wasser geworfen. Ob Vätertreff oder Familienkurs ist letztlich egal. Ganz gleich ist auch ob du dich in der Elternzeit befindest oder deine Frau entlasten möchtest. Die Kurse finden oft morgens statt, daher lässt sich dies gut mit dem eigenen Job vereinbaren. Inhaltlich erwartet dich Spiel und Spaß, Singen und Tanzen. Und ganz wichtig Kaffee…

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allgemeines

Menschvadder, hier riecht’s gut….

Wer erinnert sich nicht an den süßen Duft von Gebäck oder an das Aroma frisch gekochter Speisen, das sofort Kindheitserinnerungen wachruft? Auch bei mir tauchen solche Bilder auf, wenn ich das Haus meiner Eltern betrete und dort gekocht wird.

Bei uns zu Hause ist das Kochen Männersache. Klingt vielleicht größer, als es tatsächlich ist – denn unter der Woche essen die Kinder oft auswärts, und ich versorge zwischendurch meine Frau oder koche spontan etwas. Manchmal bringe ich auch Essen aus der Kantine mit, weil unser Koch ohnehin großzügig bemisst. Für mich gehört ein warmes Essen zum Tag wie selbstverständlich die Nacht dazu. Oft ist der Alltag jedoch so eng getaktet, dass meine Frau gar nicht dazu kommt, ans Mittagessen zu denken: Morgens die Kinder richten, sich selbst fertig machen, nach der Arbeit sofort heim, Pflichten erledigen, Hausaufgaben betreuen – und so weiter. Hier kann ich sie entlasten.

Doch beim Essen hört mein Engagement nicht auf. Es geht um Care-Arbeit, um das gemeinsame Tragen von Verantwortung, um das Teilen von Aufgaben und den Ausgleich des Mental Load. Das klingt selbstverständlich, bringt aber viele herausfordernde Situationen mit sich. Familienalltag fühlt sich oft wie ein Marathon oder ein Staffellauf an. Diskussionen, Machtkämpfe mit den Kindern, der Versuch, ihnen Struktur zu geben, all das fordert Geduld und Aufopferung. Schlaflose Nächte, Krankheiten, Sorgen und Irrwege gehören dazu – und es bleibt nicht ohne Spuren.

Oft gibt es dafür nicht einmal ein Dankeschön. Doch eigentlich ist die viel größere Belohnung eine andere: Dass ich all das miterlebe. Dass ich sehe, wie meine Kinder aufwachsen, dass ich mit ihnen zusammen durchs Leben gehe und unsere Verbindung wächst. Diese Nähe ist unbezahlbar.

Und noch etwas ist wichtig: Wenn ich diese Verantwortung nicht mittrüge, müsste mein Partner all das alleine schultern. Ein Szenario, das lange Zeit fast normal war – der Mann macht Karriere, glänzt beruflich, bleibt aber zu Hause ein Amateur. Ich bin froh, dass sich die Arbeitswelt verändert hat und dass es heute Möglichkeiten gibt, Arbeit und Familie besser zu verbinden. Es ist nicht immer einfach – aber es ist ein großartiges Geschenk an unsere Generation, dass beides überhaupt so möglich ist.

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allgemeines

Menschvadder, du bist der Fels in der Brandung….

Allgemein gilt: Wir sind dazu aufgefordert, für andere stark zu sein. Schon in der Bibel findet sich dieser Gedanke an vielen Stellen. Mir ist dabei bewusst geworden, dass wir Eltern besonders oft stark sein müssen – für unsere Kinder. Sie sollen an den Herausforderungen wachsen, die das Leben ihnen stellt. Doch Wachstum geschieht nur dort, wo man an Grenzen stößt. Damit Kinder diesen Weg gehen können, brauchen sie Ermutigung, Zuspruch und Halt.

Das „Starksein“ hat jedoch wenig mit Heldentum zu tun. Kein Vater, keine Mutter hat jemals einen Orden verliehen bekommen für die Kämpfe des Alltags: den Kampf gegen Widerstände, gegen Müdigkeit, gegen Gefühle von Wut oder Verachtung, die Kinder im Laufe ihrer Entwicklung manchmal offen zeigen. Ein Stück „Ruhm“ liegt vielmehr darin, nach einem langen Arbeitstag die Geduld zu finden, dem Nachwuchs beim Runterkommen zu helfen – nach einer Woche voller Schule, voller Anspannung. Immer wieder dieselbe Aufgabe, immer wieder aufs Neue.

Es ist eine große Herausforderung, diese Balance zu erlernen – und vielleicht sogar ein Privileg. Generationen vor uns hatten oft gar nicht die Gelegenheit, sich als Väter aktiv im Familienleben einzubringen. Für viele war die Arbeit körperlich so belastend, dass die Kinder vor allem für eines da waren: um sicherzustellen, dass es irgendwie weiterging.

Wir haben heute die Möglichkeit, es besser zu machen. Dieser Gedanke schenkt mir Hoffnung und Kraft. Und er erinnert mich daran: Wir wachsen nicht nur an den Herausforderungen unserer Kinder – wir wachsen auch miteinander und aneinander. Vielleicht werde ich mir eines Tages genau diese intensive Zeit zurückwünschen.

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Menschvadder, der Haussegen…

Manchmal staune ich, wie viel sich im Familienalltag anstauen kann. Und manchmal auch, wie schnell sich Enttäuschung einstellt, wenn der Nachwuchs mal wieder „aus der Reihe tanzt“. Das können Beleidigungen sein oder handfeste Streitereien, schlechtes Benehmen oder eine herablassende Art anderen gegenüber. Es können auch die simpelsten Dinge sein, die scheinbar nie verinnerlicht werden – Hygiene, Ordnung, Rücksichtnahme. Und dann gibt es diese „Kandidaten“, die von einem Missgeschick ins nächste stolpern, ohne es selbst zu merken – die sprichwörtlichen schwarzen Schafe.

Diese Situationen häufen sich, setzen sich fest wie Schlacke, die schwer wieder loszuwerden ist, und hängen schließlich wie ein Damoklesschwert über dem Haussegen. Unweigerlich schlägt das auch auf meine Stimmung durch. Alles erscheint aussichtslos, und ich frage mich: Wird das jemals wieder besser?

Entscheidend ist, wie wir zu Hause mit solchen Tiefs umgehen. Mir fällt es schwer, sie mir nicht anmerken zu lassen. Meine Stimmung verdunkelt sich mit jedem Tag mehr, und irgendwann fühle ich mich wie kurz vor einer Explosion. Dann kann ich nicht mehr so tun, als wäre alles in Ordnung. Ich werde laut, streng, ungerecht – und merke doch: aus diesem Loch wieder herauszufinden, ist alles andere als leicht. Wenn der Haussegen erst einmal schief hängt, braucht es viel Kraft, ihn wieder gerade zu rücken. Lange dachte ich, das liege allein an mir, an meinen Launen. Doch inzwischen sehe ich klarer: Es sind schlicht Entwicklungsphasen meiner Kinder, die mich herausfordern – und das ist normal.

Was mir hilft, ist die Reflexion. Wenn ich die Situationen noch einmal durchgehe, erkenne ich oft instinktiv, was mein Kind gerade braucht. Diesem Gefühl darf ich vertrauen, weil ich im Alltag präsent bin und spüre, was meine Kinder bewegt. So konnten meine Frau und ich bisher die großen Katastrophen vermeiden. Und manchmal ist es auch die beste Lösung, einfach etwas Schönes zu tun statt weiterzustreiten.

Mit Julian habe ich neuerdings den Modellflug entdeckt – etwas, das uns beiden Freude macht und uns verbindet. Solche Momente zeigen mir: Zwischen all den Konflikten steckt immer auch die Chance auf Nähe.

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spiel und spass

Microsoft Family

Das Internet wird kein Massen medium.(2001, Matthias Horx, Zukunftsforscher)

Es ist wirklich wichtig zu wissen, wo sich euer Nachwuchs online so herum treibt. Mir ist es nicht wichtig, potenzielle Gefahren hier zu beschrieben denn diese ändern sich ohnehin ständig. Wichtiger finde ich es zu wissen, das es möglich ist den Computer so zu konfigurieren, das ihr die online Zeit beschränken könnt und auch Einfluss habt auf die erlaubten Installationen auf dem heimischen PC.

Unser großer hat mir elf Jahren seinen ersten Rechner bekommen. Die erste Aktion von mir war es, hier diesen entsprechend zu konfigurieren.

Hierfür musste ich wie folgt vorgehen:

  • Ein Microsoft Konto für mich und meinen kleinen anlegen
  • Entsprechend in meinem Konto einrichten, das Julian das Kind unter meiner Aufsicht ist
  • Den Windows PC so konfigurieren, das ich ein Konto für mich anlege und mich mit meinem Microsoft Konto anmelde. Das gleiche für den Julian, jedoch kriegt er keine Admin Rechte
  • Sein Konto freischalten. Am Ende müsste er sich dann selbständig anmelden können am PC
  • Family Safety App auf dem Handy installieren und anmelden.

Danach war ich in der Lage, über mein Handy online Zeiten zu definieren und Apps zu sperren oder zu begrenzen, die auf den PC ausgeführt werden.

Stolpersteine:

  • Microsoft App Store sperren, dann bleibt die Installationsquelle gesperrt. Ansonsten kann der Nachwuchs selbstständig alles mögliche installieren
  • BIOS sperren mit einem Passwort. In das BIOS kommt man beim Hochfahren rein, bevor das Windows geladen ist. Einfach danach googlen. Ich habe hier ein Passwort vergeben, denn überall im Internet kursieren Infos, wie man durch Zeitumstellung sonst Microsoft Family umgehen kann.
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allgemeines

Menschvadder, einfach mal auflaufen lassen…

Es ist alles andere als leicht, die eigenen Kinder bewusst ins Stolpern laufen zu lassen – in der Hoffnung, dass sie an den eigenen Fehlern wachsen. Im Kern bedeutet es ja, jemanden über die eigenen Füße stolpern zu lassen, und gleichzeitig darauf zu vertrauen, dass genau darin eine Lektion verborgen liegt.

Lange habe ich geglaubt, man könne Kindern alles erklären: warum etwas schädlich ist, warum bestimmte Dinge nicht zu ihnen passen. Ich war überzeugt, dass logische Argumente genügen würden – und zeigte mich erstaunlich geduldig, wenn das erhoffte Ergebnis ausblieb. Doch mehr Reden brachte selten den ersehnten Erfolg. Im Gegenteil: oft blieb es beim alten Muster.

Mindestens ebenso schwer fällt es mir, Situationen einfach laufen zu lassen, wenn etwas schiefläuft – nicht sofort einzugreifen, nicht sofort zu korrigieren. Zuhause wird dann die Luft schnell dick. Unsere Kinder akzeptieren direkte Einmischung oder striktes Durchgreifen kaum, und so entsteht Frust auf beiden Seiten. Die Konflikte belasten nicht nur die einzelnen Momente, sondern prägen die Stimmung des ganzen Hauses.

Besonders mit Julian wird es oft herausfordernd. Er legt großen Wert auf Selbstbestimmung und empfindet jede äußere Einschränkung als Angriff. Abmachungen sind für ihn nur dann bindend, wenn er einen unmittelbaren Vorteil darin erkennt. Andernfalls begegnet er ihnen mit Widerstand – oder mit Provokationen, die seine erlebte Ungerechtigkeit unterstreichen sollen. Wir haben mit ihm schon unzählige Situationen durchgespielt, und irgendwann zehrt das an den Kräften – an meinen ebenso wie an denen meiner Frau. Manchmal stehen wir beide am Rand der Verzweiflung.

Und doch glaube ich, dass sich mit der Zeit eine gemeinsame Kommunikationsbasis entwickelt. Sie wächst nicht so schnell, wie wir uns wünschen, aber sie wächst. Unsere Aufgabe als Eltern ist es, diese schwierigen Situationen auszuhalten – auch dann, wenn es so viel leichter wäre, alles mit einem klaren Machtwort zu beenden. Manchmal zeigt sich Einsicht tatsächlich erst nach einem heftigen Krach. Ich habe gelernt, dass auch der Zeitpunkt und die Umgebung entscheidend sind: in einer entspannten Situation, im richtigen Moment, kommt Gesagtes oft viel eher an.

Ebenso wichtig ist es, Interesse am Alltag der Kinder zu zeigen – ihre Stimmung, ihre Gemütslagen wahrzunehmen. Bei Julian schwankt das stark, während sein kleiner Bruder viel konstanter ist und Rückschläge leichter wegsteckt. Es gibt Tage, da hängt schon am Vormittag eine dunkle Gewitterwolke über dem Haus, die sich in heftigem Streit entlädt. Doch am Abend sitzen wir dann doch wieder zusammen beim Essen, finden zurück zu einem gemeinsamen Miteinander. Besonders wertvoll sind für mich die Momente, in denen gemeinsame Unternehmungen nicht nur den Kindern Freude machen, sondern auch mir selbst etwas geben. Sie spüren sofort, ob ich mit Hingabe dabei bin – oder ob ich nur aus Pflichtgefühl mitmache. Deshalb habe ich versucht, diese gemeinsamen Hobbys unabhängig von Konflikten zu bewahren, nie als Druckmittel einzusetzen.

Vielleicht liegt darin die schwerste Lektion für uns Eltern: zu akzeptieren, dass wir nicht immer Einfluss nehmen können, nicht immer Einsicht erzwingen können. Es bleibt, die Balance zu halten zwischen Führen und Loslassen – und darauf zu vertrauen, dass unsere Kinder ihre eigenen Wege finden.

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Menschvadder, manchmal läuft’s nicht nach Plan…

Manchmal läuft das Leben einfach nicht nach Plan. Und es kostet Kraft – all das Planen, Vorbereiten, die Stimmung im Blick behalten und selbst im Takt bleiben. Geburtstage, Wochenenden, Urlaube … nichts davon trägt sich von allein. So ist das eben.

Was mich immer wieder fasziniert: wie schnell wir Zuhause in unsere Muster zurückfallen. Ganz festgefahren ist die Lage nie, aber die Manöver fühlen sich oft schwer an – wie das Wenden eines Tankers auf hoher See. Jeder lebt in seiner eigenen Welt, die unaufhörlich in Bewegung ist.

Und so ist fast schon vorprogrammiert, dass jemand meckert. Oft ist es die gleiche Person, die gleich zu Beginn den Ton setzt – und schon wird jeder Schritt ein Kraftakt. Aber auch meine Frau und ich wechseln uns ab, wenn es ums Nörgeln geht. Das Ergebnis: Die Hälfte aller Pläne scheitert schon, bevor sie überhaupt Fahrt aufnehmen. Mal liegt es an ihr, mal an mir, mal an jemand anderem. So simpel – und gleichzeitig so frustrierend. Wenn sich diese Fehlschläge häufen, fühlt es sich an, als würde jeder zweite Versuch ins Leere laufen.

Und doch: Auf der einen Seite steht dieser ganze Aufwand, den wir betreiben, weil wir unsere Familie zusammenhalten wollen. Weil wir wissen, dass die Grundstimmung in unserem Zuhause nicht nur Schicksal ist, sondern in gewissem Maß gestaltbar. Auf der anderen Seite müssen wir anerkennen, dass nicht alles in unserer Hand liegt.

Das Tröstliche ist: Diese Mühe ist nie umsonst. Auch wenn die Ergebnisse nicht sofort spürbar sind. Im Gespräch zu bleiben erfordert Anstrengung. Es ist eine Teamleistung – und dafür dürfen wir uns gegenseitig dankbar sein, uns bewusst belohnen. Und nicht zuletzt: auch für uns selbst. Denn es gibt Tage, da scheitert etwas – und trotzdem bleibt es wichtig, sich nicht selbst die Schuld zu geben, sondern sich ein guter Freund zu sein.

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schule

Menschvadder, hab keine Angst vor den Sommerferien…

Tapfer, mutig, angstfrei? Wirklich? Dann erinnere dich einmal an das Gefühl im Bauch, wenn die langen Ferien vor der Tür stehen. Dieser Knoten, der sich da bildet – er ist dir bestimmt nicht fremd.

Die Gründe für dieses lähmende Gefühl können vielfältig sein. Vielleicht fehlt die Betreuung und ihr fragt euch, wie ihr die sechs Wochen abdecken sollt. Der Jahresurlaub reicht ohnehin kaum aus, um die Sommerferien vollständig zu überbrücken. Oder ihr spürt schlicht, dass eure Energiereserven nicht mehr vorhanden sind. Gerade Kinder im Kita- und Schulalter haben große Erwartungen, sie wollen erleben, spielen, Aufmerksamkeit – und haben wenig Verständnis dafür, dass Mama und Papa nach einem langen Arbeitstag einfach mal die Beine hochlegen möchten. Vielleicht mischt sich auch ein schlechtes Gewissen dazu: wenn die Kinder in der Betreuung sind, während draußen die ersehnte Ferienzeit beginnt, fühlt sich das manchmal einfach falsch an.

Die Wahrheit ist: Mit all diesen Herausforderungen umzugehen, ist alles andere als leicht. Gerade uns Männern fehlen dabei oft die Vorbilder. Und so ist die Versuchung groß, die Verantwortung an die Partnerin abzugeben. Aber das muss nicht sein – und es lohnt sich, eine andere Perspektive einzunehmen.

Ich habe für mich entdeckt, dass Ferienzeit durchaus etwas Schönes sein kann. Die Kinder werden entspannter, genießen ihre freie Zeit und sind auch gern einfach mal Zuhause. Und obwohl ich Homeoffice mit Kindern lange für unmöglich hielt, habe ich festgestellt: Mit ein wenig Organisation lässt sich zumindest ein Kind gut nebenher betreuen, ohne dass die Arbeit darunter zwingend leidet. So vergeht schon mal eine Woche, die gar nicht so schwer wie befürchtet ist.

Natürlich sieht es mit zwei Kindern anders aus. Doch auch hier gibt es Lösungen: mal übernimmt die Betreuung, mal Großeltern, mal ein Feriencamp oder Freunde. Abwechslung ist möglich – und verlängerte Wochenenden mit kleinen Ausflügen oder Übernachtungen außer Haus machen die Wartezeit bis zum großen Familienurlaub kürzer. Zwei bis drei Wochen gemeinsame Urlaubszeit sind schließlich realistisch und eine wertvolle Grundlage.

Am wichtigsten aber bleibt: gemeinsame Zeit mit den eigenen Kindern bewusst zu gestalten. Zeit, in der du deine Werte, deine Haltung und dein Interesse ungeschönt vermitteln kannst – nicht als Lektion, sondern im gemeinsamen Erleben. Dafür braucht es keine Perfektion, sondern Präsenz. Druck ist hier fehl am Platz, echtes Interesse zählt. Wer sonst, wenn nicht du, sollte deinen Kindern zeigen, was dir wirklich wichtig ist im Leben?

Darum: nehmt euch diese Zeit – und genießt sie.