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Menschvadder, was für ein Mensch willst du sein?

Heute spüre ich das Bedürfnis, mich dieser Frage zu stellen – ganz spontan: Was für ein Mensch möchte ich sein?

Mein erster Gedanke ist: Ich möchte jemand sein, der anderen eine zweite Chance gibt. Neulich las ich einen Bericht, in dem dieses christliche Lebensmotto als tägliches Rettungsboot beschrieben wurde – ein Halt, um in einem fordernden Umfeld nicht unterzugehen. Warum also ein Mensch, der anderen eine zweite Chance gibt? Weil jeder Mensch sie verdient.

Wir alle machen Fehler. Wir verletzen andere durch unbedachte Worte, durch Notlügen oder auch nur durch schlechte Gedanken. Schuld sammelt sich an – vor Gott und vor den Menschen. Und doch wird mir immer wieder vergeben. Ich bin darauf angewiesen.

Als Vater wünsche ich mir deshalb, ein gütiger Vater zu sein. Einer, der immer wieder vergibt. Einer, der neu ansetzt – gerade dann, wenn mein Kind es vermeintlich nicht verdient hat und mich doch am meisten braucht. Ich möchte teilhaben an der Erziehung meiner Kinder, für sie und für meinen Partner da sein.

Für mich selbst wünsche ich mir etwas Einfaches und zugleich Schweres: meine Grenzen anzunehmen. Den richtigen Moment zu erkennen, um zurückzutreten. Und vor allem: mein eigener bester Freund zu sein. Mich so zu akzeptieren, wie ich bin.

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Menschvadder, Respekt gehört dazu…

Gegenseitiger Respekt gehört zu jeder Beziehung. Selbst dir gegenüber solltest du respektvoll sein – das ist nichts Neues und sollte selbstverständlich sein. Doch selbstverständlich ist es nicht immer, auch nicht innerhalb der Familie. Rückblickend sehe ich, wie sehr wir alle gefordert waren: die Grenzen der Kinder kennenzulernen, aber ebenso die eigenen.

Das ist nicht leicht, ich weiß. Und wir beide wissen auch, dass es eine gewisse Frustrationstoleranz braucht, um den Anforderungen des Lebens mit Haltung zu begegnen. Genauso geht es deinen Kindern. Der Unterschied: sie haben noch nicht deine Erfahrung. Für sie fühlt sich vieles unüberwindbar an, was du längst einordnen kannst.

Gerade deshalb ist es schwer, diese frustrierenden Momente auszuhalten – besonders dann, wenn sie den ohnehin komplizierten Tagesablauf noch mehr durcheinanderbringen. Muss das so sein? Ein Stück weit ja. Gesellschaftliche Zwänge prägen uns, Regeln strukturieren den Alltag. Gleichzeitig ist es ein Privileg, als Familie alles zu haben, was man wirklich braucht. Doch der Alltag zehrt an den Kräften, schafft eine Grundanspannung, die kaum vermeidbar ist.

Umso wichtiger ist es, den Kindern dort, wo es möglich ist, Respekt und Verständnis zu zeigen. Natürlich gibt es Momente, in denen du dich durchsetzen musst. Jesper Juul beschreibt in seinem Buch Nein aus Liebe, wie viele Facetten ein Nein haben kann – und wie entscheidend der Tonfall ist. In einem anderen Werk (Grenzen, Nähe, Respekt) betont er, dass die Liebe zwischen Eltern und Kindern so groß und so verletzlich ist, dass beide Seiten ständig Gefahr laufen, die Grenzen des anderen zu überschreiten. Seine Erkenntnis: Am wenigsten verletzend wirkt es, wenn die Erwachsenen den Ton angeben – klar, aber respektvoll.

Gleichzeitig gibt es viele Gelegenheiten, Respekt im Alltag zu üben. Manchmal reicht es, in brenzligen Situationen einfach daneben zu stehen und abzuwarten. Krisen kommen und gehen – bei Kindern genauso wie bei Erwachsenen. Angebote für Ablenkung sind nicht immer hilfreich; manches müssen Kinder allein durchstehen. Was du aber tun kannst: beiläufig beschreiben, was du wahrnimmst. Oft genügt das schon, um Orientierung zu geben.

Und nicht zuletzt: Ein Nein deines Kindes zu respektieren. Auch wenn dadurch deine Pläne über den Haufen geworfen werden. Genau hier liegt ein Schlüssel zum Selbstwertgefühl deines Kindes. Denn Respekt bedeutet nicht nur, Grenzen zu setzen – sondern auch, die Grenzen des anderen ernst zu nehmen.

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Menschvadder, Regeln sind wichtig….

„Jaja“, wirst du vielleicht denken. Genau so wie dein Sprössling, wenn du ihn mal wieder belehrst. Aber mit Belehrungen allein ist es eben nicht getan. Und darum hebe ich hier selbst einmal den Zeigefinger: Verwechsle bitte nie Gleichwertigkeit mit Gleichwürdigkeit.

Eine partnerschaftliche Erziehung im Sinne völliger Augenhöhe ist nicht der richtige Weg. Regeln sind notwendig – nicht, um Macht auszuüben, sondern um das gemeinsame Zusammenleben im Alltag zu erleichtern. Ohne sie würde vieles im Chaos enden.

Natürlich gibt es unzählige Situationen, in denen du auf die Probe gestellt wirst. Doch wichtig ist: Es gibt keine Sackgassen, nur Umwege. Jede Erfahrung, die ihr als Familie durchlebt, bringt euch ein Stück weiter – auch wenn es sich im Moment oft mühsam anfühlt.

Bleibt die entscheidende Frage: Wie setzt man Regeln durch? Wie gelingt es, Kinder dazu zu bringen, sich an sie zu halten? Mit erhobenem Zeigefinger kamen wir zuhause nicht weit. Oft war das sogar kontraproduktiv. Entscheidend ist, dass Kinder aktiv zuhören – dass sie nicht nur Worte hören, sondern wirklich etwas aufnehmen.

Eine allgemeingültige Methode gibt es dafür nicht. Kein Patentrezept, das immer funktioniert. Aber ich bin überzeugt: Denkanstöße helfen, kleine Impulse, die ihr in eurem Familienalltag anpasst und weiterentwickelt. Denn Regeln allein schaffen noch keine Ordnung – es braucht Verständnis, Konsequenz und die Bereitschaft, immer wieder neue Wege zu finden. Nachfolgend meine Ansätze als Anregung.

Schaffe Raum für Begegnung

Überlege dir, wann und in welchen Situationen du am besten ein Gespräch suchst, um das Zusammenleben zu reflektieren. Entscheidend ist: Es braucht einen echten Raum für Begegnung. Das kann ein kleiner Städtetrip oder ein Kurzurlaub sein. Besonders bewährt hat sich für mich ein fester Wochentag, an dem ich mit einem Kind ganz allein etwas unternehme. Wenn diese Zeit verlässlich und regelmäßig stattfindet, entsteht ein Raum, in dem eure Beziehung wachsen kann.

In diesem geschützten Rahmen lassen sich Regeln ansprechen, Situationen reflektieren und auch ganz allgemein herausfinden, wie es deinem Kind gerade geht. Oft öffnen sich in solchen Momenten Türen, die im stressigen Alltag verschlossen bleiben.

Definiere Regeln des Zusammenlebens

Diese Methode funktioniert für schulpflichtige Kinder sehr gut, denn die sollen Schreiben und Lesen beherrschen. Eine gute Möglichkeit zusammen ins Gespräch zu kommen über Regeln des Zusammenlebens ist  es, diese tatsächlich schriftlich zu formulieren. Diese schreibt der Nachwuchs nieder und hängt die gut sichtbar ins eigene Zimmer. Bei uns lautete das Regelwerk wie folgt:

Wir leben zusammen und halten uns an die Regeln des Zusammenlebens

  • Jeder hat ein Recht auf eine eigene Meinung
  • wir nehmen auf einander Rücksicht
  • Wir helfen einander
  • Wir gehen freundschaftlich mit einander um
  • Wir gehen immer von den besten Absichten aus beim anderen

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Menschvadder, manchmal liegst du einfach falsch…

Unmöglich? Nicht wirklich. Und doch fühlt es sich manchmal genau so an. Dein Kind braucht Rückendeckung – und du hängst dich vielleicht umso mehr an es. Es sucht Geborgenheit – und du stampfst es gerade in den Boden, weil die Basics nicht stimmen: weil die Essensreste schon wieder über den Tisch verteilt sind und sich keiner kümmert.

Oft lote ich neu aus, was mein Kind gerade braucht. Und ebenso oft finde ich darauf keine klare Antwort – nur ein Gefühl, ein „ungefähr“. Immer wieder stoße ich dabei an meine Grenzen. Trotzdem bemühe ich mich, auch wenn ich nicht immer richtig liege.

Eines jedoch ist für mich unverhandelbar: Niemand wird fallen gelassen. Die Familie zusammenzuhalten, das ist mein Auftrag. Meine Kinder müssen sich darauf verlassen können, dass ich da bin.

Mehr bleibt in solchen Momenten kaum zu sagen – außer: Mach den ersten Schritt. Wenn es wieder schiefgelaufen ist, geh auf dein Kind zu. Versuche es beim nächsten Mal besser zu machen. Denn jeder von uns geht durch Krisen – du, dein Kind, wir alle.

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Samet Eroglu: Durch Mündigkeit zur Selbstliebe

Dieses Buch hat mir eine tiefe Einsicht in mein eigenes Innerstes verschafft und mir geholfen, meine Gefühle und meine tiefsten Überzeugungen zu erkennen, mich damit auseinander zu setzen und diese auch mal zu hinterfragen. Heute weiß ich, ich habe das Recht glücklich zu sein.

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Menschvadder, Gefühle sind wichtig….

Dass Gefühle wichtig sind, ein integraler Bestandteil deiner selbst – und dass der Umgang mit ihnen ein Ausdruck von Selbstliebe ist – das steht außer Frage. Gefühle zu ignorieren bedeutet, dich selbst zu betrügen. Samet Eroglu beschreibt in seinem Buch Durch Mündigkeit zur Selbstliebe sehr eindrücklich, wie ein gesunder Umgang mit Gefühlen aussehen kann.

Ich selbst habe mich lange davor gescheut, diesen Umgang zu lernen. Gefühle können einem „echten Mann“ Angst machen. Eroglu schreibt, dass Gefühle ihren Ursprung in den tiefsten Überzeugungen haben – Überzeugungen, die wir uns auf ganz unterschiedliche Weise im Laufe unseres Lebens aneignen. Damit führt kein Weg daran vorbei, sich ihnen zu stellen.

Mein Weg ist das Schreiben. Wenn mich etwas beschäftigt und starke Gefühle in mir auslöst – etwa Angst – dann versuche ich, es aufzuschreiben. So setze ich mich mit dem Gefühl auseinander, bringe meine Überzeugungen zu Papier und habe sie schwarz auf weiß vor mir liegen. Diese Methode hat mir schon oft geholfen, schwierige Entscheidungen zu treffen und Krisen zu überstehen.

Darum: Scheue dich nicht vor schweren Gefühlen. Übernimm Verantwortung im Umgang mit ihnen. Das tut nicht nur dir gut, sondern auch deiner Familie. Denn indem du dich deinen Gefühlen stellst, lebst du deinen Kindern etwas Entscheidendes vor: den Mut, sich selbst ernst zu nehmen. Und ich bin überzeugt – nichts prägt die innersten Überzeugungen eines Kindes stärker, als das, was es Zuhause vorgelebt bekommt.

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Löten – Blink Blink

Da ich ein großer Tech-Fan bin, habe ich sowieso das geeignete Werkzeug daheim stehen: Einen vernünftigen Lötkolben und Lötmaterial.

Es gibt bei Ebay und Amazon Tonnen an Lötmaterial, mit dem du deine Kinder animieren kannst, Hand anzulegen. Das oder das hier….

Das tolle an diesen Bausätzen ist, das die Kids sehr schnell Fortschritte sehen und sich am Blink Blink freuen können. Auch wenn du keine tiefschürfenden, elektronischen Fachkenntnisse besitzt, so solltest du in der Lage sein, diese einfachen Bausätze mit einer ruhigen Hand aufbauen zu können.

Ich habe die Erfahrung gemacht, das spätestens dann, wenn keine digitalen Spielsachen mehr verfügbar sind(weil zum Beispiel alle Spielzeit verbraucht), kann es passieren, das sowas interessant wird. Löten kann und macht einfach nicht jeder. Wenn es dir also wie mir geht und widerstrebt, das dein Kind bei den Kumpels mit den Fortschritten bei Fortnite oder FIFA angibt, ist ein solches Hobby ein tolles Alleinstellungsmerkmal und die Chancen sind da, das dein Kind = mit genügend Selbstvertrauen ausgestattet = damit bei den Kollegen glänzen kann.

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spiel und spass

Handy konfigurieren – familylink(Android)

Inzwischen ist familylink ein Quasi-Standard für das Managen der mobilen Geräte bei uns in der Familie. Hierbei kann für jedes Google Konto ein individuelles Profil hinterlegt werden. Dieses Profil ist dann entsprechend anpassbar für:

  • Nutzungzeiten des Mobilgerätes
  • Browsen
  • App Store Nutzung und Installation von Apps
  • Nutzungszeiten Apps individuell

Ich nutze sehr gerne diese Möglichkeit, um meinem Nachwuchs entsprechend mit ruhigem Gewissen den Zugang zur mobilen Welt zu ermöglichen. Vertrauen ist gut, aber ich denke die digitale Verlockung ist an der Stelle einfach sehr groß.

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spiel und spass

PC Spiele – Steam

Steam(Link) ist eine Online Plattform für PC Spiele. Diese Plattform ähnelt dem Playstore von Google oder eben dem App Store von Apple, mit dem Unterschied das du hier Spiele kaufen und Downloaden kannst.

Es werden hier verschiedene Plattformen unterstützt – zb Linux/WIndows/MAC.

Was du auch wissen solltest:

  • Für das Spielen brauchst du auch eine Installation von Steam auf deinem Zielrechner. Den Installer kannst du dir einfach runterladen.
  • Du musst dir ein Konto bei Steam erstellen und entsprechend eine Zahlungsmethode hinterlegen.
  • Du kannst einen Familienmodus aktivieren für das Steamkonto. Somit kann nur nach erfogter Eingabe von einem persönlich festgelegten Pin dieser Modus verlassen werden um zb Spiele zu kaufen und das Konto zu verwalten.
  • Du kannst für den Familienmodus individuell Spiele freigeben, die der Nachwuchs nutzen kann. Dies ist dann interessant, wenn du Spiele spielst, die nicht alle nutzen sollen.

Ich finde Steam eine nette Alternative zu Playstation oder XBox. Allgemein liegt mir einfach was daran, das mein Nachwuchs bei mir mit einem PC umgehen lernt. Denn ein PC kann sehr viel mehr als nur eine Konsole.

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Die Gummibärchen Methode

Dies ist wirklich ein tolles Buch(Link). Es ist als Ratgeber sehr gut geeignet um deinem Alltag etwas Würze zu verleihen und deine Erziehungsmethoden mit Kreativität zu spicken. Es zeigt dir auch in den verschiedenen Situationen und für die verschiedenen Altersstufen passende Alternativen auf.

Der ein oder andere Tip haben wir auch umgesetzt. Spontan fällt mir hier Juckpulver ein – wenn das Duschen verhasst war. Auch habe ich keine Angst mehr vor den Alkohol-Exzesse eines Pubertiers. Doch lies einfach selber nach.